Browserunterstüzung und sonstige Schmerzen
February 11th, 2007
Tags: browser, firefox, internet_explorer, javascript, standards, technology, website, web_2.0Neue Scripte sind immer eine heikle Angelegenheit. Gerade wenn es darum geht seine Applikation einer breiten Audienz zugänglich zu machen. Ich persönlich war/bin immer darauf erpicht möglichst viele Browser zu unterstützen und selbst Barrierfrei zu bleiben, trotz eines komplexen Funktionsumfangs. Mit der Zeit hat sich das allerdings gelegt …
1995 war Javascript böse und wurde von finsteren Werbefirmen missbraucht. Kurz darauf war der Internet Explorer böse, weil seine Sicherheitslücken den Dialerverbreitenden Agenturen zuviel Spielraum bot. Ende vom Lied: Kein Javascript mehr, neue Browser entstanden, Sicherheitsfirmen verdienten sich blöde und Netscape ist “die Alternative”.
10 Jahre später ist der IE6 und der neue IE7 wieder vollkommen in Ordnung und Javascript ist wieder überall aktiviert. Oder doch nicht … ?
Es gibt nun mehrere Fan-Clubs … Die neuformierte Armee von Mozilla Firefox Anhängern, die Apple Mac Fetischisten und ihr Safari, sowie die ungläubigen Windows-User die dem Opera die Treue schwören anstatt auf Firefox umzusatteln wie der Rest derer die erkannt haben das der IE nicht alles ist. Es gibt aber noch viel, viel mehr: Die Internet Explorer 5 Benutzer und Kontrollfreaks die grundsätzlich alles an ihrem Rechner abstellen und darauf bestehen das jede Seite auch so zu funktionieren hat (Erm.. ja, ok).
Da Javascript aber durch Ajax und tollen Effekt-biblotheken, entstanden durch den Web2.0 Buzz und dem Ruf nach mehr Usability, nun quasi Standard in allen neuen Projekten ist, steht man als Entwickler vor einem Rätsel: Wie zum Henker soll man hier einen Spagat machen?
Ich bin der Meinung, wie Eingangs schon angedeutet, dass wir uns entscheiden müssen - oder zumindest eine neue Basis definieren, denn es ist quasi unmöglich jedem Gerecht zu werden. Man kann einfach nicht tolle neue Applikationen ins Netz stellen ohne eine Gruppe auszuschliessen, oder auf wesentliche Funktionen zu verzichten. Auf der anderen Seite ist genau das gefragt: Wir wollen höher, schneller, besser - mit dem Beisatz: Aber mein Javascript bleibt aus!
Das beste Beispiel für meinen Entschluss ist mein aktuelles Design. Wer kein Javascript aktiviert hat wird an dieser Seite nicht viel Freude haben. Ich muss dazu aber deutlich machen das das nicht immer so gewesen ist. Es gab Zeiten wo ich nicht glücklich war bevor der HTML Quelltext nicht sauber formatiert, und komplett XHTML Strict validierte. Mittlerweile denke ich mir: ‘Schluss damit’. Jeder der einen Opera 9, Firefox oder Internet Explorer 6+ hat, sollte mit dieser Seite klar kommen. Es sind 10 Jahre ins Land gezogen seit Javascript das absolute No-No war. Wir sollten nach vorne Blicken und uns nicht von dem Irrglauben leiten lassen das man es jedem Recht machen kann.
In diesem Sinne..
Mein Wort am Sonntag ;)


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